Wir versammeln uns in einem heiligen Raum, um zu lauschen. Wir verbinden uns in der Stille. Wir feiern im Klang, gemeinsam.

Seit jeher und in allen Traditionen wurden Orte der Andacht für einen einzigen Zweck errichtet: um sich zu versammeln und gemeinsam das Heilige zu berühren.

Nie war dieser Zweck wichtiger als heute. Die Herausforderungen des modernen Lebens lassen wenig Raum für Stille und Besinnung.

Gong Church ist eine Antwort darauf. Eine stille, wortlose Begegnung, die Menschen die Erlaubnis gibt innezuhalten — gemeinsam, in dem Raum, dem sie bereits vertrauen.

Die Erfahrung

Menschen aus der Gemeinschaft kommen zusammen — Jung und Alt, Gläubige und Suchende, vertraute Gesichter und neue. Sie finden einen Platz, setzen sich hin und schliessen die Augen.

Etwa 45 Minuten lang werden die Gongs mit Sorgfalt und Aufmerksamkeit gespielt. Dies ist kein Konzert. Es gibt keine Darbietung. Es ist eine wortlose Reise — eine Meditation im Klang, die vom Zuhörer nichts verlangt ausser anwesend zu sein.

Dann endet der Klang.

Der Raum verbleibt eine Weile in Stille. Nicht leere Stille — gemeinsame Stille. Die Art, die nur entsteht, wenn Menschen gemeinsam irgendwo gewesen sind.

Wenn sie gehen, tragen sie es mit sich. Und oft, ohne ein Wort, begegnen sich ihre Blicke — und sie erkennen, dass gerade etwas Schönes geschehen ist.

A diverse group of people with eyes closed, sitting quietly on wooden benches in a softly lit room, possibly meditating or praying.

Wie die Begegnung sich entfaltet

Ankommen. Die Menschen betreten den Raum, finden einen Platz und kommen zur Ruhe.

Kurze Einführung. Ein paar Worte zur Begrüssung und praktischen Orientierung — wo sich die Einrichtungen befinden, und die Bitte, das Mobiltelefon auszuschalten.

Gong-Meditation — etwa 45 Minuten. Sitzendes Zuhören, während die Gongs aufmerksam und ohne Druck gespielt werden.

Gemeinsame Stille — etwa 15 Minuten. Der Klang endet. Der Raum verbleibt in Stille.

Abschluss. Einige Worte des Dankes und ein einfacher, stiller Abschluss. Es gibt keine Belehrung, keine Diskussion, kein Teilen. Es ist kein Programm. Es ist ein Rahmen für das Zusammensein.

Teilnehmerzahl. Gruppen von 20 bis 100 Personen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich — die Menschen sind willkommen, einfach zu kommen, wie sie es von jeder Versammlung kennen.

Raumbedarf. Eine freie Fläche von etwa 2 mal 3 Metern für den Gong-Aufbau.

Nach freiem Ermessen. Es gibt keine feste Gebühr. Der Eintritt ist nach freiem Ermessen. Ein Teil wird mit dem Gastgeber geteilt, im Geiste der Partnerschaft.

Werbung. Alan erstellt die Werbematerialien. Die Gastgemeinschaft ist herzlich eingeladen, eigene zu erstellen.

Über das Wort „Church"

Das Wort Church wird hier in seinem ursprünglichen Sinne verwendet: ein Ort, an dem Menschen mit Aufrichtigkeit und Absicht zusammenkommen.

Gong Church ist keiner Religion oder Weltanschauung zugehörig. Es vertritt keinen Glauben und deutet einen solchen weder um, ersetzt ihn noch steht es in Konkurrenz dazu.

Die Form ist bewusst einfach und anpassungsfähig. Sie kann in Kirchen, Kapellen, Synagogen, Moscheen, Tempeln, Klöstern, Exerzitienhäusern oder anderen Räumen stattfinden, die dem Gebet und der Besinnung gewidmet sind.

Die geistliche und theologische Autorität des Raumes bleibt unverändert.

Man with a white beard playing a large gong using two padded mallets in a softly lit room.

Über Alan Steinborn

Alan Steinborn ist Gong-Künstler und Meditationslehrer mit Sitz in Zürich, Schweiz.

Seit mehr als drei Jahrzehnten arbeitet er mit Stille, Zuhören und innerer Aufmerksamkeit und erforscht, wie Klang das kontemplative Leben ohne Anleitung, Überzeugung oder Deutung unterstützen kann.

A man with a beard and closed eyes is playing a large gong with a padded mallet in a softly lit room.